Tag der Stadtgeschichte Jena

14. März 2026
Eine Personengruppe steht vor einem 1960er-Jahre-Gebäude mit blauer Metallfassade

Der Tag der Stadtgeschichte war für uns eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit anderen einen genaueren Blick auf scheinbar unscheinbare Orte zu werfen. Am 14. März 2026 waren wir bei der 14. Ausgabe in Jena mit dabei und haben einen Rundgang durch die Innenstadt begleitet.

Start war an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek. Von dort ging es weiter zum alten Rechenzentrum der Universität – ein Typenbau aus der DDR-Zeit – und zur Ziegelmühle: zwei Gebäude, die aktuell wenig im Fokus stehen, deren Zukunft aber ungewiss ist.

Uns hat vor allem interessiert, was von ihrer ursprünglichen Funktion heute noch ablesbar ist – und was das für den Umgang mit solchen Orten bedeutet. Die Ziegelmühle verweist auf vorindustrielle Produktionsweisen entlang der Leutra, während das Rechenzentrum für den Beginn der Digitalisierung steht, etwa mit dem Einsatz des Robotron R300 seit den 1970er Jahren.

Beide Orte wirken auf den ersten Blick wenig spektakulär. Gerade deshalb lohnt sich aber die Frage, welchen Wert sie heute noch haben, auch im Kontext von Stadtentwicklung und Transformation.

Der Rundgang hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in solchen Perspektivenwechseln steckt – vor allem im direkten Austausch unterwegs.

Eine Personengruppe steht vor einem 1960er-Jahre-Gebäude mit blauer Metallfassade